Wenn du „Website erstellen lassen Festpreis" googelst, landest du bei lauter Seiten, die dir alles erzählen außer der Zahl. Ich bin da keine Ausnahme. Auf meiner eigenen Preisseite steht bis heute kein Betrag.
Das ärgert Leute, und ich verstehe das. Also erkläre ich hier beides: warum da keine Zahl steht, und welche Zahl es bei mir tatsächlich ist.
Die kurze Fassung vorweg: die meisten Seiten, die ich baue, liegen zwischen 1.800 und 2.400 Euro. Einmalig, alles drin. Wenn du nur das wissen wolltest, kannst du jetzt aufhören zu lesen.
Warum auf keiner Anbieterseite ein Preis steht
Der übliche Verdacht ist, dass Agenturen den Preis verstecken, um nachher nachzuverhandeln. Bei manchen stimmt das bestimmt.
Bei den meisten ist der Grund langweiliger: Sie wissen es wirklich nicht. Drei Dinge verschieben den Aufwand, und zwar erheblich.
Zwischen einem Onepager für einen Einzelunternehmer und einer Praxisseite mit Team, Leistungsübersicht und Anfahrtsbeschreibung liegt ein Vielfaches an Arbeit. Wer da eine Zahl auf die Website schreibt, schreibt entweder eine, die für die Hälfte seiner Kunden zu hoch ist, oder eine, bei der er selbst draufzahlt.
Ich halte das für eine ehrliche Verlegenheit, nicht für einen Trick.
Was sich geändert hat
Trotzdem nenne ich dir binnen 24 Stunden einen verbindlichen Festpreis. Das konnte ich vor ein paar Jahren nicht.
Der Unterschied ist die Bauzeit. Eine Seite, an der früher zwei bis drei Wochen gearbeitet wurde, steht heute in wenigen Tagen. Nicht weil ich schneller tippe, sondern weil KI den Teil übernimmt, der früher die Zeit gefressen hat.
Das ist der ganze Zauber. Ein Festpreis ist eine Wette auf den eigenen Aufwand. Bei drei Wochen Bauzeit ist diese Wette riskant, bei drei Tagen ist sie überschaubar. Ich kann mich immer noch verschätzen, aber es tut nicht mehr weh.
Deswegen arbeite ich mit Paketen statt mit Stundensätzen. Du weißt vorher, was es kostet, und ich weiß vorher, was ich baue.
Was im Festpreis steckt
| Drin | Was das heißt |
|---|---|
| Technik komplett | Hosting, Domain, Einrichtung, Live-Stellung. Kein zweiter Dienstleister. |
| Rechtstexte | Impressum, Datenschutz, wo nötig Cookie-Banner. Keine separate Rechnung. |
| 12 Monate Änderungen | Neue Öffnungszeiten, neues Teammitglied, neues Angebot — kostet im ersten Jahr nichts. |
| Entwurf vorab | Du siehst die Seite, bevor sie live geht. Nachbessern ist eingepreist. |
Was nicht drin ist, sage ich dir vorher. Nicht hinterher.
Und weil das bei Websites der eigentliche Kostenpunkt ist: Frag jeden Anbieter, bei mir eingeschlossen, diese Sachen ab, bevor du unterschreibst.
- Was kostet das Hosting ab dem zweiten Jahr, und binde ich mich an eine Laufzeit?
- Ab wann wird eine Textänderung berechnet?
- Fallen jährliche Lizenzkosten an, für Theme, Baukasten oder Plugins?
- Wem gehört die Seite? Bekomme ich vollen Zugriff, oder miete ich sie faktisch?
Die letzte Frage ist die wichtigste. Ich habe Betriebe übernommen, die ihre eigene Website nicht anfassen durften, weil die Zugänge beim Ersteller lagen.
Der Preis ist nicht das Problem
Jetzt kommt der Teil, wegen dem ich diesen Text eigentlich schreibe.
Der Preis ist die Frage, die alle stellen. Es ist selten die Frage, an der es später scheitert. Was mich wirklich ärgert, sind Seiten, die fertig sind und tot. Schön gebaut, übergeben, und dann passiert nichts mehr. Niemand findet sie, es kommt nie eine Anfrage, und keiner kümmert sich.
Der Betrieb hat dann 2.000 Euro für ein Schaufenster in einer Straße bezahlt, durch die niemand geht.
Das passiert nicht, weil die Seite schlecht ist. Es passiert, weil nach dem Launch niemand mehr hinschaut.
Was man messen kann, kann man verbessern
Ich halte das für den eigentlichen Unterschied zwischen einer Website, die etwas bringt, und einer, die nur existiert. Nicht das Design. Die Frage, ob jemand Zahlen anschaut.
Ich mache das so:
Entscheidend ist Schritt 4. Eine Maßnahme ohne die Zahl, die sie bewegen soll, ist eine Beschäftigungstherapie. Ich schreibe deshalb bei jeder Maßnahme dazu, woran wir in vier Wochen erkennen, ob sie funktioniert hat. Wenn die Zahl sich nicht bewegt, war die Maßnahme falsch, und dann sage ich das auch.
Welche Zahlen das sind
Bei einer neuen Seite kommen die Ergebnisse in einer festen Reihenfolge. Das ist wichtig, weil fast jeder auf die falsche Zahl schaut und nach vier Wochen enttäuscht ist.
Die Reihenfolge lässt sich nicht abkürzen. Eine Seite, die Google noch gar nicht kennt, kann nicht auf Platz drei stehen, egal wie gut sie ist. Wer das weiß, spart sich die Panik im zweiten Monat.
Und weil ich das von anderen verlange: Ich fahre dieselbe Auswertung für meine eigene Seite, mit denselben unangenehmen Zahlen. Gerade sind vier von fünfzehn meiner eigenen Unterseiten bei Google gelistet. Das ist schlecht, ich weiß warum, und ich arbeite es ab.
Wie das aussieht, wenn es funktioniert
Ein Beispiel, das ich nachprüfen kann, während ich das hier schreibe.
Göttel Physio ist eine Physiotherapie-Praxis in Landstuhl. Wer dort „Physiotherapie Landstuhl" googelt, bekommt zuerst den Kartenblock von Google, und direkt darunter beginnen die normalen Suchergebnisse. Auf dem ersten steht die Praxis.
Für „Physiotherapeut Landstuhl" steht sie genauso oben. Der Begriff wird rund 390-mal im Monat gesucht. Das klingt nach wenig, bis man überlegt, wer so etwas sucht: jemand mit Rezept in der Hand, der jetzt einen Termin will.
Dazu kommt, dass die Praxis auch im Kartenblock auftaucht. Sie ist also zweimal auf derselben Seite, einmal oben auf der Karte und einmal als erster Treffer.
Die Seite ist seit dem Frühjahr online. Nach oben ging es nicht sofort. Monatelang stand die Praxis mit zwei, drei Begriffen auf der ersten Google-Seite, aber nicht vorne, und über Google kamen geschätzt um die 40 Besucher im Monat. Im September kam Platz 1, und die Schätzung hat sich verdreifacht.
Über das Formular auf der Website kommen inzwischen zwei bis drei Anfragen pro Woche. Dazu kommen zehn bis zwanzig Anrufe pro Woche, und viele Anrufer sagen, dass sie die Praxis im Internet gesehen haben.
Bezahlt ist daran nichts. Keine Anzeigen, kein Eintragsdienst.
Und der Teil, den ich bei aller Messerei am liebsten erzähle: Über die Seite kamen nicht nur Patienten. Es kam auch eine Bewerbung. In einem Beruf, in dem jede Praxis händeringend Leute sucht, ist eine Website, über die sich jemand von selbst meldet, mehr wert als die nächsten zehn Terminanfragen.
Und wenn es trotzdem nicht läuft
Dann arbeite ich kostenlos nach. Bringt die Seite in den ersten drei Monaten keine Anfragen, wird nachgebessert, ohne neue Rechnung.
Das kann ich anbieten, weil ich messe. Wer nicht weiß, woran es liegt, kann auch nicht nacharbeiten. Der kann nur hoffen.
Eine Garantie ist übrigens nur so viel wert wie die Zahlen, an denen sie hängt. „Keine Anfragen" muss man belegen können. Deshalb läuft die Auswertung von Anfang an mit, und nicht erst, wenn sich jemand beschwert.
Also: was kostet es
Zwischen 1.800 und 2.400 Euro für die allermeisten Betriebe, die bei mir anfragen. Einmalig. Technik, Rechtstexte und das erste Jahr Änderungen sind drin.
Die genaue Zahl bekommst du nach einem Gespräch von etwa zwanzig Minuten, verbindlich, innerhalb von 24 Stunden. Kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Wenn du vorher wissen willst, was den Preis nach oben oder unten zieht, steht das ausführlich auf der Preisseite. Und wenn du aus dem Handwerk kommst, ist diese Seite wahrscheinlich näher an deinem Fall.