gefundenwerden.onlineBlog
← Alle Artikel
SEO28. September 20266 min

Website-Relaunch und SEO: worauf du vorher achten solltest

Neue Website, aber die Google-Rankings sollen bleiben? So gehst du einen Relaunch an, ohne Sichtbarkeit zu verlieren.

Ein alter und ein neuer Grundriss einer Website nebeneinander, dazwischen ein Pfeil

Deine Website ist alt, sieht nicht mehr gut aus oder passt nicht mehr zu deinem Betrieb — aber sie taucht bei Google auf, wenn jemand deinen Ort und dein Handwerk sucht. Genau das ist die Sorge bei einem Relaunch: Wird die neue Seite genauso gefunden wie die alte, oder fängst du wieder bei null an?

Mit ein paar Schritten davor und direkt danach bleibt das meiste erhalten. Was du wissen musst, steht hier.

Dass „website relaunch seo" seltener gesucht wird als „website relaunch" allein, zeigt: Die meisten denken zuerst an den Umzug selbst — die Frage nach den Rankings kommt oft erst danach, manchmal zu spät.

Balkendiagramm: website relaunch 720, 301-weiterleitung 320, website relaunch seo 110, google sitemap einreichen 90 Suchen pro Monat Quelle: DataForSEO, Google-Suchvolumen Deutschland, September 2026

Warum ein Relaunch überhaupt Rankings kosten kann

Google merkt sich für jede Adresse (URL), wie oft sie in den Ergebnissen erscheint und wie oft jemand daraufklickt. Diese Geschichte ist an die Adresse gebunden, nicht an die Firma dahinter. Ändert sich beim Relaunch die Struktur der Website — andere Seitennamen, eine neue Domain, eine neue Software — verliert Google diese Zuordnung, wenn du nichts dagegen tust.

Das Ergebnis: Seiten, die vorher bei Google auf Seite 1 standen, verschwinden für Wochen, manchmal Monate. Nicht, weil die neue Seite schlechter ist, sondern weil Google sie erst wieder neu einordnen muss.

Das lässt sich vermeiden — mit der richtigen Reihenfolge.

Vor dem Relaunch: eine Liste deiner alten Seiten

Bevor irgendetwas Neues gebaut wird, schreibst du auf, was es heute gibt. Am einfachsten so:

  1. Öffne die Google Search Console deiner alten Seite (oder frag, wer sie eingerichtet hat).
  2. Notiere jede Adresse, die dort Klicks oder Einblendungen zeigt — das sind die Seiten, die Google bereits kennt und einordnet.
  3. Ergänze Seiten, die du selbst für wichtig hältst, auch wenn sie noch wenig Klicks haben: Leistungsseiten, Ortsseiten, alte Blogbeiträge.

Diese Liste ist dein Sicherheitsnetz. Alles darauf muss nach dem Relaunch entweder unter derselben Adresse weiterleben oder auf eine neue Adresse zeigen.

Der wichtigste Handgriff: die 301-Weiterleitung

Ändert sich eine Adresse — zum Beispiel von deine-seite.de/leistungen.html zu deine-seite.de/leistungen —, richtest du eine 301-Weiterleitung ein. Das ist eine technische Anweisung: „Wer die alte Adresse aufruft, landet automatisch auf der neuen." Google versteht das als Umzug, nicht als Verlust, und überträgt einen Großteil der bisherigen Einordnung auf die neue Adresse.

Ohne diese Weiterleitung zeigt die alte Adresse eine Fehlermeldung („Seite nicht gefunden"), Google stuft sie als verschwunden ein — und die neue Adresse startet bei null.

Faustregel: Jede Adresse, die es vorher gab und die es sinngemäß noch gibt, bekommt eine Weiterleitung. Wenn eine Leistung komplett wegfällt, leitest du auf die nächstpassende Seite weiter, notfalls auf die Startseite.

Ein Wegweiser-Schild vor einer Werkstatt zeigt von einem alten zu einem neuen Weg

Eine Weiterleitung ist wie ein Wegweiser: Wer die alte Adresse kennt, landet trotzdem am richtigen Ziel.

Inhalte, die schon funktionieren, nicht einfach streichen

Beim Relaunch wird oft aufgeräumt — verständlich, aber riskant für Texte, die bereits Besucher bringen. Bevor ein Blogbeitrag oder eine Leistungsseite verschwindet, sieh in der Search Console nach, ob sie Klicks hat. Hat sie welche, nimmst du den Text mit in die neue Seite, auch wenn er sprachlich oder optisch nicht mehr perfekt passt. Überarbeiten ist besser als löschen.

Das Google-Unternehmensprofil bleibt unabhängig

Eine gute Nachricht: Dein Google-Unternehmensprofil (die Visitenkarte mit Adresse, Telefonnummer und Bewertungen, die bei einer Suche nach deinem Betrieb erscheint) hängt nicht an deiner Website-Adresse. Es bleibt beim Relaunch unberührt — du musst nur den Link zur Website darin aktualisieren, falls sich die Domain ändert. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Google-Unternehmensprofil verwalten.

Die Google-Beschreibung nicht vergessen

Jede Seite hat eine kurze Beschreibung, die bei Google unter dem Titel steht (die „Meta-Beschreibung"). Beim Relaunch wird sie leicht vergessen, weil sie auf der Website selbst nicht sichtbar ist. Ohne sie sucht sich Google selbst einen Satz aus dem Text zusammen — das liest sich oft unbeholfen und schreckt eher ab. Plane für jede wichtige Seite einen eigenen, kurzen Satz ein, der sagt, was man dort findet.

Sitemap und Search Console: der neuen Seite Bescheid geben

Nach dem Livegang der neuen Website:

  • Trage die neue Website in der Google Search Console ein (falls noch nicht geschehen) und reiche die Sitemap ein — eine Liste aller Adressen, die es jetzt gibt. Das beschleunigt, wie schnell Google die neuen Seiten überhaupt findet.
  • Prüfe nach ein paar Tagen, ob die wichtigsten Seiten als „indexiert" geführt werden. Steht dort „Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag" oder Ähnliches, ist meist eine Weiterleitung oder Einstellung falsch gesetzt.

Ein typischer Ablauf in der Praxis

So sieht ein Relaunch ohne böse Überraschung aus, wenn du ihn selbst machst oder machen lässt:

  1. Liste aller bestehenden Adressen erstellen (siehe oben).
  2. Neue Website bauen, dabei möglichst ähnliche Seitennamen verwenden.
  3. Für jede geänderte Adresse eine 301-Weiterleitung einrichten.
  4. Texte, die schon Klicks bringen, in die neue Seite übernehmen.
  5. Meta-Beschreibungen für alle wichtigen Seiten setzen.
  6. Sitemap bei der Search Console einreichen.
  7. Zwei bis vier Wochen beobachten: Klicks und Position in der Search Console vergleichen mit dem Stand vor dem Relaunch.

Wer nur wenige Seiten hat — bei den meisten Handwerksbetrieben sind das Startseite, ein paar Leistungsseiten und vielleicht eine Ortsseite —, schafft diese Liste an einem Nachmittag. Der Aufwand lohnt sich: Er entscheidet, ob du nach dem Relaunch dort weitermachst, wo du aufgehört hast, oder wieder von vorn anfängst.

Häufige Fragen

Verliere ich meine Google-Bewertungen beim Relaunch?

Nein. Bewertungen hängen am Google-Unternehmensprofil, nicht an der Website. Die bleiben unabhängig vom Relaunch erhalten.

Wie lange dauert es, bis Google die neue Website wieder normal

einordnet?

Das ist unterschiedlich und hängt unter anderem davon ab, wie sauber die Weiterleitungen gesetzt sind. Rechne mit einigen Wochen, in denen sich Klicks und Positionen erst wieder einpendeln.

Muss ich bei einem Domain-Wechsel etwas anders machen?

Ja — ein Wechsel der Domain (z. B. von alte-domain.de auf neue-domain.de) ist der größte Eingriff. Hier gelten dieselben Schritte, zusätzlich solltest du den Wechsel in der Google Search Console als „Adressänderung" hinterlegen, sofern beide Domains dort eingetragen sind.

Reicht es, nur die Startseite weiterzuleiten?

Nein. Jede einzelne Adresse, die es vorher gab, braucht ihre eigene Weiterleitung auf die passende neue Adresse. Eine pauschale Weiterleitung aller alten Seiten auf die neue Startseite verschenkt die bisherige Einordnung der Unterseiten.


Wenn du deinen Relaunch selbst durchziehen willst, zeigt dir die gefundenwerden.online Academy, wie du eine Website mit KI baust — inklusive der technischen Schritte, die hier beschrieben sind. Soll jemand anderes das für dich übernehmen, ohne dass du selbst durch Weiterleitungen und Sitemaps musst, findest du unter gefundenwerden.online/website-relaunch mehr dazu.