Wenn du eine Website mit WordPress erstellen lassen willst, bist du bei mir falsch. Ich baue keine WordPress-Seiten.
Der Grund ist ziemlich nüchtern: WordPress kostet mich Zeit.
Wer neu anfängt, braucht kein WordPress. Und wer schon eine WordPress-Seite hat, verliert beim Wechsel nichts: Texte und Bilder ziehen mit um, und das ist heute wirklich kein großer Akt mehr.
Warum ich keine WordPress-Seiten baue
WordPress ist ein Baukasten. Ein riesiger, mit tausenden Erweiterungen, aber eben ein Baukasten. Und jeder Baukasten hat seine eigene Logik, die ich erst verstehen muss, bevor ich damit bauen kann, was der Kunde eigentlich braucht.
Das fängt beim Theme an, also bei der Designvorlage. Jedes funktioniert ein bisschen anders. Für fast jede Funktion kommt ein Plugin dazu, und jedes Plugin hat wieder eigene Einstellungen. Irgendwann will man etwas, das die Vorlage nicht vorgesehen hat, und fängt an, drumherum zu bauen.
Diese Stunden stecken später im Preis, obwohl die Seite dadurch kein bisschen besser wird.
Ich baue heute mit Claude. Ich beschreibe, was die Seite können soll, und setze es so um, ohne Vorlage, die mir vorschreibt, wo ein Bild stehen darf. Welches KI-Werkzeug ich dafür nehme und warum, steht im Beitrag Claude, ChatGPT oder Gemini.
Dazu kommt bei WordPress etwas, das nie aufhört: die Pflege.
Der Kern von WordPress, das Theme und jedes einzelne Plugin bekommen eigene Updates, und die sind nicht aufeinander abgestimmt. Wer seine Seite ein paar Monate nicht anfasst, hat irgendwann veraltete Erweiterungen im System. Und über veraltete Plugins werden WordPress-Seiten besonders oft angreifbar.
„Mit WordPress kann ich aber selbst was ändern“
Das höre ich am häufigsten. Und es stimmt ja, man kann.
Es dauert nur viel länger. Anmelden, die richtige Unterseite suchen, den richtigen Block finden, herausfinden, ob das Theme die Änderung überhaupt zulässt, speichern, und dann auf dem Handy nachsehen, ob noch alles stimmt.
Mit Claude ändere ich auch selbst etwas, nur detaillierter, flexibler, schneller und einfacher. Ich sage, was anders sein soll, sehe mir das Ergebnis an und gebe es frei.
| Was du willst | Mit WordPress | Mit Claude gebaut |
|---|---|---|
| Einen Text ändern | im Editor die Stelle suchen und anpassen | sagen, was anders sein soll |
| Etwas, das die Vorlage nicht kennt | passendes Plugin suchen oder umbauen | beschreiben, prüfen, freigeben |
| Die Seite aktuell halten | Kern, Theme und Plugins laufend updaten | keine Plugins, die gepflegt werden müssen |
Bei meinen Kunden erledige ich Änderungen im ersten Jahr ohnehin mit. Das ist im Festpreis enthalten.
Wie ich eine WordPress-Seite mit rund 100 Unterseiten übernommen habe
Der größte Fall bisher war ein Kunde mit einem riesigen WordPress-Projekt: an die 100 Unterseiten und Produkte, über die Jahre gewachsen.
Ich habe die komplette Seite einmal in Claude eingelesen. Danach lag der ganze Inhalt an einem Ort, jede Seite, jedes Produkt, jeder Text. Und Claude hat das Ganze besser strukturiert, als es vorher war.
Davor haben die meisten Angst, wenn sie über einen Wechsel nachdenken: dass die Arbeit von Jahren weg ist. Ist sie nicht.
Deine Arbeit ist nicht verloren: so ziehst du um
Wer heute eine WordPress-Seite hat, muss nichts neu schreiben. Es gibt zwei einfache Wege, alles herauszuholen.
- Mit SiteSucker. Das Programm für den Mac lädt eine komplette Website herunter, mit allen Unterseiten und Bildern.
- Mit einem Backup als ZIP. Viele Hoster bieten die WordPress-Seite als Sicherung zum Herunterladen an. Wo nicht, geht es mit einem Backup-Plugin.
Den heruntergeladenen Ordner oder die ZIP-Datei legst du in deinen Arbeitsordner. Claude hat dann den kompletten Zusammenhang vor sich: deine Texte, deine Bilder, den Aufbau der Seiten. Von da aus entsteht die neue Seite.
Worauf es beim Umzug ankommt, sind die Adressen der Unterseiten. Wer bei Google schon gefunden wird, verliert das, wenn alte Adressen plötzlich ins Leere führen. Deshalb gehört auf jede alte Adresse eine Weiterleitung zur neuen. Mehr zum Umzug einer bestehenden Seite steht auf der Seite zum Website-Relaunch.
Wann ich zu WordPress raten würde
Ehrlich gesagt: gar nicht.
| Deine Lage | Mein Rat |
|---|---|
| Du startest mit einer neuen Website | Ohne WordPress bauen lassen |
| Du hast schon eine WordPress-Seite | Umziehen, Texte und Bilder kommen mit |
| Deine WordPress-Seite ist riesig | Auch dann, siehe die Übernahme oben |
Woher WordPress kommt und warum es trotzdem auf so vielen Websites läuft, habe ich im Beitrag Onlinepräsenz aufbauen aufgeschrieben.
Was es kostet
Eine neue Seite liegt bei mir meistens zwischen 1.800 und 2.400 Euro, einmalig. Ein Umzug von WordPress kann darüber liegen, weil erst alles Bestehende gesichtet und sortiert wird. Die genaue Zahl bekommst du nach einem kurzen Gespräch, verbindlich.
Wie sich der Preis zusammensetzt, steht im Beitrag zum Festpreis. Und wenn du schon weißt, was du willst, geht es hier zur Anfrage.